Fachartikel von Dipl.-Biol. Ulrike Geise
Ulrike Geise ist Gesellschafterin von PLÖG und arbeitet seit 1992 als Landschaftsökologin. Als anerkannte Spezialistin für Amphibienschutz beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit der Erfassung, dem Schutz und der Entwicklung von Amphibienlebensräumen.
Einleitung
Amphibien gehören zu den am stärksten gefährdeten Wirbeltiergruppen. Auch in Bayern ist ihre Situation kritisch: Das Bayerische Landesamt für Umwelt bezeichnet Amphibien als überdurchschnittlich gefährdete Tiergruppe. Von den 20 heimischen Arten weisen 12 einen Rote-Liste-Gefährdungsstatus auf. Einige Arten sind bereits regional oder lokal verschwunden.
Gleichzeitig verändern sich die Lebensbedingungen der Amphibien. Trockenheit, Hitze und veränderte Niederschlagsmuster wirken sich auf Laichgewässer und Landlebensräume aus. Für Arten, die ohnehin durch Lebensraumverlust, Straßenverkehr und fehlende Vernetzung unter Druck stehen, kommt damit eine weitere Herausforderung hinzu.
Amphibienschutz muss deshalb weitergedacht werden. Der klassische Schutz von Wanderwegen und Laichgewässern bleibt wichtig. Gleichzeitig wird es immer entscheidender, Lebensräume großräumig zu betrachten, neue Laichgewässer zu schaffen und die Auswirkungen des Klimawandels in Schutzkonzepte einzubeziehen.
Warum sind Amphibien so eng an Wasser gebunden?
Amphibien unterscheiden sich von vielen anderen heimischen Tiergruppen durch ihre enge Verbindung zwischen Wasser- und Landlebensräumen.
Die Fortpflanzung findet bei den meisten Arten im Wasser statt. Eier und Larven entwickeln sich dort, bevor die Tiere an Land leben. Gleichzeitig besitzen Amphibien einen hohen Anteil an Hautatmung und sind deshalb auf ausreichend feuchte Bedingungen angewiesen.
Eine Amphibienpopulation benötigt daher nicht einfach „einen Teich“. Je nach Art braucht sie ein funktionierendes Zusammenspiel verschiedener Lebensräume:
- geeignete Laichgewässer
- Sommerlebensräume
- Winterlebensräume
- Wanderwege zwischen diesen Bereichen
Dabei hat jede Art ihre eigenen Ansprüche. Was für einen Grasfrosch geeignet ist, muss für eine Gelbbauchunke oder einen Kammmolch noch lange nicht ausreichen. Auch innerhalb einer Art können sich die Anforderungen je nach Region und Landschaft unterscheiden.
Amphibien sind Teil des ökologischen Gleichgewichts
Amphibien sind nicht nur deshalb schützenswert, weil einzelne Arten selten geworden sind. Sie übernehmen auch wichtige Funktionen innerhalb von Ökosystemen.
Sie ernähren sich unter anderem von Schnecken und Fliegen und sind gleichzeitig Nahrung für zahlreiche andere Tiere wie Spinnen, Mäuse und Vögel. Aufgrund ihrer engen Bindung an Wasser und ihrer Empfindlichkeit gegenüber Veränderungen können Amphibien außerdem Hinweise auf den Zustand eines Ökosystems geben.
Ihr Schutz bedeutet deshalb immer auch, die Qualität und Funktionsfähigkeit ihrer Lebensräume zu erhalten.
Wodurch sind Amphibien heute gefährdet?
Die Ursachen für den Rückgang der Amphibien sind vielfältig. In der Landschaft wirken häufig mehrere Belastungen gleichzeitig.
Fehlende Laichgewässer
Viele ehemals vorhandene Kleingewässer sind verschwunden oder haben ihre Funktion als Laichgewässer verloren. Werden Teiche, Tümpel und andere Gewässer verfüllt, trocknen sie regelmäßig aus oder verändern sich stark, fehlt den Amphibien ein zentraler Bestandteil ihres Lebensraums.
Strukturarmut in der Landschaft
Intensiv genutzte und strukturarmen Landschaften bieten Amphibien weniger Versteckmöglichkeiten und häufig auch ein geringeres Nahrungsangebot. Besonders problematisch ist die Kombination aus fehlenden Kleinstrukturen und isolierten Lebensräumen.
Straßenverkehr
Viele Amphibien wandern zu ihren Laichgewässern und legen dabei teilweise erhebliche Strecken zurück. Treffen diese Wanderwege auf Straßen, kann der Straßenverkehr zu einer erheblichen Mortalitätsursache werden.
Fehlende Vernetzung
Selbst wenn geeignete Lebensräume vorhanden sind, können Populationen langfristig Probleme bekommen, wenn die einzelnen Lebensräume nicht miteinander verbunden sind. Eine mangelnde Lebensraum- und Populationsvernetzung erschwert den Austausch zwischen Populationen und die Wiederbesiedlung geeigneter Lebensräume.
Landwirtschaftliche Belastungen
Auch die intensive Nutzung der Landschaft kann Amphibien beeinträchtigen. Im Ausgangsmaterial werden unter anderem Futtermangel in strukturarmen Landschaften und der Einsatz von Spritzmitteln als Belastungen genannt.
Klassischer Amphibienschutz: Was weiterhin wichtig ist
Viele Maßnahmen des klassischen Amphibienschutzes sind nach wie vor unverzichtbar.
Dazu gehören insbesondere der Schutz bestehender Laichgewässer und die Sicherung von Wanderwegen.
Gerade an Straßen können technische Schutzanlagen eine wichtige Funktion übernehmen. Fachgerecht geplante und ausgeführte Anlagen ermöglichen es, Amphibienwanderungen trotz bestehender Verkehrswege zu schützen. Besonders relevant sind dabei auch spät wandernde Arten und die abwandernden Jungtiere.
Doch der Schutz einer Wanderstrecke allein reicht nicht aus.
Wenn hinter der Straße ein Laichgewässer geschützt wird, aber die Sommer- und Winterlebensräume fehlen oder nicht erreichbar sind, bleibt das Gesamtsystem unvollständig.
Amphibienschutz muss deshalb über den einzelnen Wanderkorridor hinausgehen.
Was verändert der Klimawandel?
Zu den bereits bekannten Gefährdungen kommen zunehmend klimatische Veränderungen.
Für Amphibien sind insbesondere Trockenheit und Hitze problematisch. Sie können sich auf mehrere Phasen des Lebenszyklus auswirken.
Laichwanderungen werden unberechenbarer
Amphibienwanderungen sind eng an die Witterungsbedingungen gekoppelt. Wenn Trockenheit und Hitze die Bedingungen verändern, können sich auch die Wanderungszeiten verschieben oder schwerer vorhersehbar werden.
Wasser fehlt zur richtigen Zeit
Nicht nur die Existenz eines Gewässers ist entscheidend. Es muss auch dann ausreichend Wasser vorhanden sein, wenn Amphibien es für die Fortpflanzung benötigen.
Wenn Gewässer durch Trockenperioden früher austrocknen oder nicht ausreichend Wasser führen, kann dies die Entwicklung von Eiern und Larven beeinträchtigen. Auch die Wasserqualität kann dabei eine Rolle spielen.
Trockene Böden erschweren das Überleben
Auch außerhalb der Fortpflanzungszeit sind Amphibien auf geeignete, ausreichend feuchte Lebensräume angewiesen. Starke Bodentrockenheit kann das Überleben von Jungtieren und erwachsenen Tieren erschweren.
Das Bundesamt für Naturschutz weist ebenfalls darauf hin, dass insbesondere Arten mit hohen Feuchteansprüchen und geringer Ausbreitungsfähigkeit besonders sensibel auf die Folgen des Klimawandels reagieren können.
Klimawandel trifft auf bereits bestehende Probleme
Die Folgen des Klimawandels wirken nicht isoliert.
Wenn ein Amphibienbestand bereits durch fehlende Laichgewässer, Straßenverkehr und eine schlechte Vernetzung geschwächt ist, können zusätzliche Trockenperioden die Situation weiter verschärfen.
Genau deshalb reicht es nicht, Amphibienschutz ausschließlich als Schutz einzelner Arten zu betrachten. Entscheidend ist die Frage:
Wie widerstandsfähig ist das gesamte Lebensraumnetzwerk einer Population?
Je mehr geeignete Gewässer und Landlebensräume vorhanden und miteinander verbunden sind, desto größer sind grundsätzlich die Möglichkeiten einer Population, mit Veränderungen umzugehen.
Mehr Laichgewässer schaffen
Eine zentrale Antwort auf den zunehmenden Druck könnte deshalb zunächst überraschend einfach sein:
Wir brauchen mehr geeignete Laichgewässer.
Der Ansatz des sogenannten „1000-Tümpel-Projekts“ steht beispielhaft für die Idee, das Angebot an geeigneten Kleingewässern deutlich zu erhöhen.
Dabei geht es allerdings nicht darum, irgendwo möglichst viele Teiche anzulegen.
Viel wichtiger ist die Frage:
Wo leben die Amphibien heute – und wo können geeignete Lebensräume miteinander verbunden werden?
Dafür müssen sowohl die Laichgewässer als auch die Lebensräume außerhalb der Fortpflanzungszeit bekannt sein. Erst dann lässt sich beurteilen, an welchen Stellen neue Gewässer tatsächlich einen ökologischen Mehrwert schaffen können.
Auch wissenschaftlich begleitet angelegte neue Amphibiengewässer können zur Entwicklung von Schutzkonzepten beitragen. Das Bundesamt für Naturschutz hat beispielsweise Untersuchungen zur Entwicklung neu angelegter Laichgewässer in einer intensiv genutzten Landschaft durchgeführt.
Wo leben Amphibien eigentlich?
Diese Frage klingt zunächst banal, ist für den praktischen Naturschutz aber entscheidend.
Wer Amphibien schützen möchte, muss wissen:
- Welche Arten kommen vor?
- Wo befinden sich ihre Laichgewässer?
- Welche Landlebensräume nutzen sie?
- Welche Wanderwege werden genutzt?
- Wo bestehen Barrieren?
- Wo fehlen geeignete Lebensräume?
- Wo können neue Gewässer oder Lebensräume sinnvoll geschaffen werden?
Diese Informationen bilden die Grundlage für eine zielgerichtete Schutzplanung.
Deshalb beginnt erfolgreicher Amphibienschutz mit Kartierung und Kenntnis der Arten und ihrer Lebensräume.
Reicht es, neue Gewässer anzulegen?
Nicht unbedingt.
Neben der Neuanlage von Gewässern werden verschiedene weitere Ansätze diskutiert: künstlich angelegte Gewässer, die Zucht und Aussetzung von Tieren oder die Neuansiedlung von Populationen.
Solche Maßnahmen können im Einzelfall sinnvoll sein, werfen aber gleichzeitig wichtige fachliche Fragen auf.
Eine besonders interessante Frage betrifft das Management bestehender Gewässer:
Sollten Gewässer beispielsweise tiefer angelegt oder in Trockenperioden bewässert werden, damit sie länger Wasser führen?
Damit entsteht ein Spannungsfeld zwischen dem Schutz natürlicher Prozesse und einem zunehmend aktiven Management von Lebensräumen.
Die richtige Antwort wird deshalb nicht für jedes Gewässer gleich aussehen. Entscheidend sind die jeweilige Art, der Standort, die hydrologischen Bedingungen und die Funktion des Gewässers innerhalb des gesamten Lebensraumnetzwerks.
Amphibienschutz bedeutet auch Lebensraumvernetzung
Ein geeigneter Teich allein macht noch keinen funktionierenden Amphibienlebensraum.
Amphibien müssen zwischen ihren unterschiedlichen Lebensräumen wandern können. Straßen, Siedlungen, intensiv genutzte Flächen und andere Barrieren können diese Bewegungen unterbrechen.
Deshalb sollte Lebensraumvernetzung nicht nur an Straßen betrachtet werden.
Auch abseits von Verkehrswegen braucht es Verbindungen zwischen geeigneten Lebensräumen. Das Ziel ist ein Netzwerk, in dem Populationen nicht auf einzelne isolierte Gewässer beschränkt bleiben.
Ein Beispiel dafür sind großräumige Erhaltungs- und Vernetzungskonzepte für Arten wie Gelbbauchunke und Kammmolch, bei denen Lebensräume über größere räumliche Zusammenhänge betrachtet werden.
Großräumiges Denken ist damit ein wichtiger Bestandteil des Amphibienschutzes der Zukunft.
Auch der Blick zurück kann helfen
Bei der Entwicklung zukünftiger Schutzkonzepte lohnt sich ein Blick auf historische Landschaften.
Flüsse und Gewässer waren früher teilweise deutlich dynamischer und stärker von Inseln, Altwässern und unterschiedlichen Wasserständen geprägt. Für den Main wird beispielsweise ein historischer Zustand beschrieben, in dem sich zahlreiche Inseln und Altwässer innerhalb des Flusslaufs befanden. Selbst in trockenen Zeiten gab es Bereiche mit sehr geringer Wassertiefe.
Der Blick auf historische Landschaftszustände kann deshalb helfen zu verstehen, welche Strukturen früher vorhanden waren und welche davon heute fehlen.
Dabei geht es nicht darum, historische Zustände vollständig zurückzubringen. Vielmehr können sie Hinweise darauf geben, welche strukturelle Vielfalt und Dynamik in heutigen Landschaften wieder stärker ermöglicht werden könnte.
Amphibienschutz findet auch im Garten statt
Nicht jedes wichtige Amphibienvorkommen befindet sich in einem Naturschutzgebiet.
Auch private Gartenteiche können Lebensräume für Amphibien darstellen. Das Bayerische Landesamt für Umwelt weist darauf hin, dass amphibienfreundlich gestaltete Gärten als Refugien dienen und zur Vernetzung von Lebensräumen beitragen können.
Deshalb kann es sinnvoll sein, vorhandene Amphibienvorkommen auch in privaten Gärten zu erfassen.
Wichtig ist dabei nicht unbedingt ein perfekt gepflegter oder „sauberer“ Teich. Naturnahe, strukturreiche Gewässer können für Amphibien wertvoll sein. Auch das Umfeld des Gewässers spielt eine Rolle.
Dabei lohnt sich ein Perspektivwechsel:
Wie sieht die Landschaft aus, wenn wir sie mit Amphibienaugen betrachten?
Wo befinden sich Bordsteine, Gullis oder andere Hindernisse? Wo fehlen Verbindungen? Wo gibt es geeignete Lebensräume in erreichbarer Nähe?
Amphibienschutz funktioniert nicht alleine
Amphibienschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe.
Kommunen, Naturschutzbehörden, Landwirtschaft, Straßenplanung, Verbände, Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger können jeweils einen Beitrag leisten.
Für den Schutz von Landlebensräumen und Gewässern stehen unterschiedliche Instrumente zur Verfügung, darunter beispielsweise das Arten- und Biotopschutzprogramm Bayern, Artenhilfsprogramme und das Vertragsnaturschutzprogramm.
Ebenso wichtig sind lokale Netzwerke.
Wer Amphibienvorkommen in seinem Gartenteich entdeckt, kann diese beispielsweise melden. Gespräche vor Ort und der Austausch mit Grundstückseigentümern können helfen, weitere geeignete Lebensräume zu identifizieren und miteinander zu verbinden.
Naturschutz funktioniert dort besonders gut, wo fachliches Wissen und lokales Engagement zusammenkommen.
Was Amphibienschutz künftig braucht
Aus den unterschiedlichen Herausforderungen ergeben sich einige zentrale Aufgaben.
Arten kennen
Ohne sichere Kenntnis der vorkommenden Arten können Schutzmaßnahmen nur eingeschränkt zielgerichtet geplant werden.
Lebensräume kennen
Nicht nur die Laichgewässer, sondern auch Sommer- und Winterlebensräume müssen berücksichtigt werden.
Vernetzung erkennen
Wanderwege und Verbindungen zwischen Populationen müssen bekannt sein. Ebenso wichtig ist es, Barrieren und Lücken im Lebensraumverbund zu erkennen.
Defizite feststellen
Erst wenn bekannt ist, wo geeignete Strukturen fehlen, können Maßnahmen gezielt entwickelt werden.
Mehr Laichgewässer schaffen
Ein dichteres Netz geeigneter Gewässer kann die Widerstandsfähigkeit von Populationen gegenüber Veränderungen erhöhen.
Klimatische Veränderungen berücksichtigen
Schutzkonzepte müssen zunehmend mit veränderten Niederschlagsmustern, Trockenperioden und höheren Temperaturen umgehen.
Großräumig planen
Amphibienschutz sollte nicht an Grundstücks-, Gemeinde- oder Projektgrenzen enden.
Menschen einbeziehen
Ohne Eigentümer, Kommunen, Behörden, Verbände und engagierte Bürgerinnen und Bürger lassen sich viele Maßnahmen nicht dauerhaft umsetzen.
Müssen wir Amphibienschutz neu denken?
Die Antwort lautet: Ja – aber nicht, indem wir den klassischen Amphibienschutz aufgeben.
Der Schutz von Wanderwegen und Laichgewässern bleibt notwendig. Technische Schutzanlagen an Straßen können wichtige Funktionen übernehmen, insbesondere für spät wandernde Arten und abwandernde Jungtiere.
Gleichzeitig reicht es angesichts des Klimawandels und des fortschreitenden Lebensraumverlusts nicht mehr aus, nur einzelne Konfliktstellen zu betrachten.
Der Blick muss weiter werden:
Welche Lebensräume braucht eine Art?
Wo befinden sie sich?
Sind sie miteinander verbunden?
Führen die Gewässer auch unter veränderten klimatischen Bedingungen noch ausreichend Wasser?
Wo fehlen Strukturen – und wo können neue entstehen?
Genau aus diesen Fragen entwickelt sich ein Amphibienschutz, der nicht nur auf einzelne Probleme reagiert, sondern versucht, Populationen langfristig zu stabilisieren.
Fazit: Amphibienschutz braucht mehr Lebensräume, mehr Vernetzung und mehr Wissen
Amphibien stehen heute unter erheblichem Druck. Der Verlust von Laichgewässern, strukturarmen Landschaften, Straßenverkehr und fehlende Lebensraumvernetzung setzen vielen Populationen bereits seit Jahrzehnten zu. Der Klimawandel verschärft diese Situation zusätzlich.
Trockenheit und Hitze können Wanderzeiten verändern, Laichgewässer zum falschen Zeitpunkt austrocknen lassen und das Überleben der Tiere in ihren Landlebensräumen erschweren.
Die Antwort darauf kann nicht aus einer einzelnen Maßnahme bestehen.
Wir brauchen geeignete Laichgewässer, vielfältige Landlebensräume, funktionierende Wanderkorridore und eine gute Kenntnis der vorkommenden Arten. Gleichzeitig müssen neue Wege geprüft werden – von der großflächigen Lebensraumvernetzung über die Neuanlage von Gewässern bis hin zu angepassten Managementmaßnahmen.
Dabei lohnt sich auch der Blick auf die Landschaft selbst: auf ihre Geschichte, ihre heutigen Strukturen und auf das, was an ökologischer Vielfalt noch vorhanden ist.
Denn erfolgreicher Amphibienschutz bedeutet letztlich nicht nur, einzelne Tiere zu retten.
Er bedeutet, Lebensräume so zu entwickeln und miteinander zu verbinden, dass Amphibien auch in einer sich verändernden Landschaft langfristig eine Zukunft haben.
Quellen
- Bayerisches Landesamt für Umwelt – Artenhilfsprogramme Amphibien – Informationen zur Gefährdungssituation und zu Schutzmaßnahmen in Bayern.
- Bayerisches Landesamt für Umwelt – Amphibien im Garten – Informationen zu Amphibienlebensräumen im Siedlungsbereich und amphibienfreundlichen Gärten.
- Bundesamt für Naturschutz – Anpassung an den Klimawandel – Informationen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Arten und Schutzgebiete.
- Bundesamt für Naturschutz – Auswirkungen des rezenten Klimawandels auf die Fauna in Deutschland – Fachinformationen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Tierwelt.
- Bundesamt für Naturschutz – Amphibienlebensräume in der Zivilisationslandschaft – Forschungsprojekt zu Amphibienlebensräumen und neu angelegten Laichgewässern.
- Bayerisches Landesamt für Umwelt – Rote Listen der Tierarten Bayerns – Grundlagen und aktuelle Informationen zu den Roten Listen Bayerns.



